Wir spalten die Welt in Gegenstände auf

Interesting stuff I read today:

 

„Unabhängig von Begriffsschemata existieren keine „Gegenstände“. Wir spalten die Welt in Gegenstnde auf, indem wir dieses oder jenes Beschreibungsschema einführen. Da die Gegenstände und die Zeichen gleichermaßen interne Elemente des Beschreibungsschemas sind, ist es möglich, anzugeben, was wem entspricht.

Innerhalb der Sprache, der ein Wort angehört, ist eseine triviale Angelegenheit, seinen Bezug anzugeben nämlich indem man das Wort selbt verwendet. Worauf bezieht sch „Kaninchen“? Na, auf Kaninchen natürlich! Worauf bezieht sich „Außerirdischer“? Auf Außerirdische.

[Der Externalist] […] betrachtet solche Aussagen nicht als Angaben darüber, was der Bezug eigentlich ist. Für ihn ist es ein dringendes Problem, herauszufinden, was der Bezug eigentlich ist, d.h. was das Wesen der „Übereinstimmung“ zwischen Wörtern un Dingen ist. […] Darüber, was der Bezug innerhalb eines Begriffsystems ist, gibt es für mich dagegen wenig mehr zu sagen als diese Tautologien. (Bsp. Tautologie: Kaninchen=Kaninchen).

Der Gedanke, die kausale Verbindung sei notwendigwird schon durch das Faktum widerlegt, daß sich „Außerirdischer“ mit Sicherheit auf Außerirdische bezieht, ob wir jemals mit Außerirdischen in aktiver Wechselbeziehung gestanden haben oder nicht!“

 

In: Hilary Putnam: Vernunft, Wahrheit und Geschichte. Suhrkamp S.78-79.

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Published in: on Mai 27, 2009 at 8:25 am  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Wat ech och ëmmer faszinant fannen ass: ween ass op d’Iddi komm fir zb Kanengercher Kanengercher ze nennen a firwat huet dat sech duerchgesat? An net en aneren Numm? Ok, ‚déi kleng Wiesen mat dem fluffegen Pelz an der séissen Schnuff‘ wier och bëssen emständlech à la longue … 😉

  2. Jo, ween wuar daat? Ech mengen, mier kennen do secher net vun engem Eenzelnen schwätzen, deen op eemol e Wuert esou erfonnt huet….also bei su ‚einfachen‘ Wierder wi ‚Baam‘ a ‚Kaningschen‘ mol…..bon, bei Blummenimm oder sou wier ech mier lo net su secher. Ech mengen, eng Sprooch ass jo net starr. Iergendswei huet sech aus iergendengem aanerem Wuert daat Wuert Kaningschen gebild. D’Fro ass, op di Erausbildung zoufälleg ass, oder iergendswei rational rechtfertegbar ass…..Dozou kanns du mäin Post zum Kratylos liesen (Katgeorie iwwert d’Sprooch)Do geet et eigentlech em d’Fro wei sech e Wuert op e Geigenstand bezitt…..di Fro mat deem sech (an desem Text) den Externalist och eremklappt. Fir en Internalist ewei DEN Hilary Putnam (jo, anscheinend ass daat en Typ)stellt sech di Fro guer net, well e Geigenstand nemmen existeiert andeems mir en benennen….bon daat ass och alt bessen komesch ne?


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